Das Jäger ABC

JagdhundUm mit Jägern mitreden zu können sollte man die Fachbegriffe verstehen. Hier sind sie alle erklärt.

 

Übersetzung des Jägerlateins

A wie Abschussplan: Dieser wird von den Behörden genehmigt und legt fest, welche Menge Wild in einem Jahr in welchem Jagdbezirk geschossen werden darf.
B wie Bracke: So wird ein traditioneller Jagdhund genannt. Man benötigt ihn für die Jagd nach Niederwild wie Hasen oder Füchse. Seine Aufgabe besteht ist, das Wild zu finden und dem Jäger zuzutreiben.
C wie changieren: Das bedeutet, dass der Jagdhund seine ursprüngliche Fährte verlässt und eine neue Spur aufnimmt.
D wie Doppelbüchse: Eine Doppelbüchse ist ein Gewehr mit zwei nebeneinander liegenden Kugelläufen mit demselben Kaliber. Sie ist sehr beliebt, da man zwei Schüsse nacheinander ohne Nachladen abgeben kann.
E wie Ehrenlauf: So wird der rechte Vorderlauf eines erlegten Hirsches genannt. Nach einer Tradition wird er vom Jagdherren dem besten Jäger überreicht.
F wie flügellahm: So nennt man Vögel, die aufgrund einer Verletzung flugunfähig sind.
G wie Geräusch: So bezeichnet man Lunge, Herz und Niere von Schalenwild. Das Geräusch erhält der Jäger, der das Wild aufbricht.
H wie himmeln: Wird ein Vogel im Flug getroffen, steigt dieser nochmals steil in den Himmel, bevor er stirbt.
I wie Infanterist: So nennt man einen Fasan, der vor dem Jäger nicht wegfliegt, sondern auf dem Boden entkommen will.
J wie Jägerlatein: Was bei den Seefahrern Seemannsgarn genannt wird ist bei den Jägern das Jägerlatein. Es sind stark übertriebene oder falsche Geschichten.
K wie kröchen: Ist ein Auerhahn misstrauisch geworden oder erschrocken, gibt er bestimmte Laute von sich. Das wird als kröchen bezeichnet.
L wie Luder: So nennt man ein totes Tier, das man zum Anlocken von Raubtieren nutzt. Der Platz, wo der Köder ausgelegt wird, heisst Luderplatz.
M wie Meute: Meute nennt man die Gesamtzahl der Hunde, die man für die Jagd einsetzt.
N wie Nutzwild: Darunter fällt Wild, welches vom Menschen als Nahrungsmittel genutzt wird.
O wie Okuli: So heißt der Sonntag vier Wochen vor Ostern. Eine Jägerweisheit behauptet, dass an diesem Tag die Schnepfenvögel aus dem Winteraufenthalt im Süden zurückkehren.
P wie Parforcejagd: So nennt man die Hetzjagd. Sie wird zu Pferd durchgeführt und die Jäger werden von der Hundemeute begleitet.
Q wie Quäke: So nennt man eine Pfeife, die extra für den Fuchsfang angefertigt wird. Sie klingt wie der Klagelaut eines Hasen. Der Fuchs wird davon angelockt.
R wie rein: So nennt man eine Fährte, die man klar und deutlich erkennen kann.
S wie Schonzeit: Die Schonzeit legt der Gesetzgeber fest. In dieser Zeit dürfen nur bestimmte Tiere geschossen werden.
T wie trommeln: Wenn ein Hase oder ein Kaninchen eine Gefahr vermuten, trommeln sie mit den Hinterläufen.
U wie Unterwind: Das ist der Wind, der direkt vom Wild auf den Jäger zukommt. Dadurch bleibt Jäger für das Tier unerkanntt.
V wie Versager: Der Jäger will schießen, aber nichts passiert. Dann verwendet er eine Patrone, die nicht funktioniert, also einen Versager.
W wie Waidmannsheil: Der Jägergruß.
Z wie zerlegen: Das Teilen des Nutzwildes für den Küchengebrauch.

 

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