Bundeswehr bekommt DMR 762
Deutschlands Soldaten sollen besser ausgerüstet werden bei ihrem Auslandseinsatz in Afghanistan. Das bisherige Gewehr G 36 reicht für die Einsätze dort nicht für alle Einsatzszenarien aus. Über den Waffenmangel wurde bereits berichtet.
Was kommt alles neu in den Bestand?
Die deutschen ISAF-Truppen bekommen neben dem Gewehr DMR 762 von Heckler&Koch zusätzlich auch neue Schutzwesten und mehr gepanzerte Einsatzfahrzeuge. Das neue Gewehr stellt das Bekämpfen von Zielen auf große Entfernungen sicher und ab 2012 soll auch nachts eine volle Einsatzfähigkeit gewährleistet sein. Die Kosten der neuen Gewehre belaufen sich auf 15 Millionen Euro. Insgesamt wird der Verteidigungsminister Thomas de Maiziére für die neue Ausrüstung im kommendem Jahr 264 Millionen Euro springen lassen. Die Sicherheit der Truppe ist schließlich auch sehr wichtig. Wenn jemand im Ausland sein Leben für den Frieden riskiert, sollte man nicht an der Ausrüstung sparen müssen.
Was sagen die Scharfschützen zu dem neuen Gewehr?
Leider kommt das als Übergangslösung beschaffte G3 DMR nicht so gut an, wie erhofft. Die Waffe lässt sich im Anschlag nicht entsichern. Dazu sind die Daumen zu kurz. Das G3 war eine Waffe, mit der man auch auf weite Distanzen genau schießen konnte. Aber um auf weit entfernte Ziele sicher schießen zu können benötigt man auch eine andere Munition. Die von der Bundeswehr verwendete Munition reicht lediglich für 500 Meter. Unsere Verbündeten verwenden Munition, die bis 800 Meter ins Ziel trifft. Oft würde es sicher helfen, wenn Politiker mehr auf das hören, was wirklich in der Truppe benötigt wird. Die Waffenhersteller haben dann kein Problem, die Waffe auf die Bedürfnisse der Truppe ausgerichtet zu bauen.
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