Kampfsport

Kampfsport definiert die verschiedensten, waffenlosen Kampfstile asiatischen Ursprungs, die der Selbstverteidigung dienen. Schnelle Reaktionen und Technik sind die Basis, wenn es darum geht den Gegner im Zweikampf zu überwinden. Kampfsport wird oftmals mit Kampfkunst gleichgestellt, doch es gibt wesentliche Differenzierungen zwischen den beiden Begriffen. Während im Kampfsport ohne Waffen gekämpft wird, gilt es bei der Kampfkunst den Gegner auch mit Waffen zu besiegen. Aspekte wie Steigerung der Beweglichkeit, Selbstdisziplin und Geschwindigkeit spielen im Gegensatz zum Kampfsport in der Kampfkunst eine wichtige Rolle. Nachfolgend werden hier die bekanntesten Kampfsportarten vorgestellt.
Kampfsport

Jiu-Jitsu

”Die sanfte Kunst”, Jiu-Jitsu ist eine der ältesten japanischen Kampfsportarten, die von den Samurai entwickelt wurde um den Gegner auch ohne Waffen und durch Ausweichen außer Gefecht zu setzen.

Philosophie:

Das Ziel ist es den Angreifer effizient abzuwehren, ohne sich an seiner Kraft zu messen, sondern ihn und seine Kraft ins Leere zu leiten. Die reine Selbstverteidigung steht hier im Vordergrund. Jiu-Jitsu dient unter anderem zur Stärkung des Charakters und friedlichem Lösen von Konflikten.

Technik:

Der Angreifer wird anhand Würge-, Tritt-, Wurf-, Hebel- und Stoßtechniken kampfunfähig gemacht. Gezielte Schläge auf schmerzempfindliche Stellen, die der indischen Massagekunst entstammen, gehören auch zu den Jiu-Jitsu Techniken. Die Kampfsportarten Judo, Aikido und Karate sind auf der Grundlage von Jiu-Jitsu entstanden oder enthalten einige Kampfelemente.

Kleidung

Beim Jiu-Jitsu Training bleiben Schuhe und Socken aus, dafür wird ein spezieller, weißer Anzug aus Baumwolle getragen. Dieser muss robust sein, um beim Training nicht zu reißen und gleichzeitig flexibel genug, damit sich der Kämpfer gut bewegen kann. Der Keikogi besteht aus:

  • Zubon – Eine Hose mit Schnürbund
  • Obi – Ein Gürtel der auf bestimmte Weise gebunden wird und Jacke und Hose zusammenhält. Unterschiedliche Farben zeigen den Grad des Trägers an

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Tae-Kwon-Do

Die drei Silben der koreanische Kampfkunst Tea-Kwon-Do stehen für Fuß, Hand und Weg. Bei dieser Kampfsportart geht es also darum Körper und Geist zu koordinieren.

Philosophie:

Durch regelmäßiges Ausüben, soll der Geist geschult werden und die Grundsätze des Tae-Kwon-Dos verinnerlicht werden. Zu den fünf Grundsätzen gehören:

  • Höflichkeit
  • Integrität
  • Durchhaltevermögen
  • Selbstdisziplin
  • Unbezwingbarkeit

Die geistige Komponente bildet zusammen mit der ”Theorie der Kraft” die Grundlage dieser Kampfsportart. Die Theorie der Kraft basiert auf bestimmten physikalischen Gesetzen, mit denen der Kämpfer Gleichgewicht, Reaktion und Wirkung der eigenen Masse gezielt einsetzt um den Gegner zu besiegen.

Technik:

Schnelligkeit und Dynamik sind neben einer genauen Fußstellung und Schrittabfolge besonders wichtige Elemente. Beim Tae-Kwon-Do werden alle Gliedmaßen zur Abwehr und Verteidigung eingesetzt. Fußtritte, Schläge, Fauststöße und Fingerstiche sowie Hebel-und Kontertechniken werden im Stehen und Liegen angewendet.

Kleidung:

Bei Training oder Wettkämpfen wird ein Kampfanzug aus leichtem aber strapazierfähigem Material getragen. Die Jacke bedeckt den Po und die Ärmel reichen höchstens bis zum halben Unterarm. Die Hose ist möglichst weit, so dass sie einen seitlichen Spagat zulässt und reicht bis zur Mitte der Waden. Wichtigstes Accessoire ist der Ty, der Gürtel. Er zeigt je nach Farbe den Rang und den Grad der Beherrschung der Kampfkunst an. Der Schwarze Gürtel zeigt den höchsten Rang, den des Meisters an.
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Boxen

Nicht nur asiatische Stile gehören zu den weltweit praktizierten Kampfsportarten, sondern auch westliche Richtungen wie das Boxen sind sehr beliebt.

Philosophie:

Hinter dem Kampfsport Boxen steht ehr die weit in die Vergangenheit zurück reichende Geschichte als eine bestimmte Philosophie. Schon 3000 v. Chr. fanden in Ägypten Faustkämpfe zur Unterhaltung der Menschen statt. Der Boxsport blickt auf eine lange Tradition zurück und machte Kämpfer wie Muhammed Ali oder Max Schmeling zu Weltstars.

Technik:

Ein Boxkampf wird mit den Fäusten ausgetragen. So ist ein harter, schneller und gezielter Schlag die wichtigste Waffe eines Boxers. Es gibt vier essentielle Schläge:

  • Jab – Ein abrupter, gerader Schlag mit der Führhand
  • Cross – Ein gerader Schlag mit der Schlaghand
  • Haken – Seitwärtshaken mit der linken oder rechten Hand
  • Kinnhaken – Von unten geschlagener Haken mit dem Kinn als Ziel

Zu einer guten Technik gehört auch die korrekte Haltung der Füße und Arme. Beim Boxen unterscheidet man außerdem zwischen einem defensiven und einem offensiven Kampfstil.

Kleidung:

Das Kleidungsstück beim Boxen sind die Handschuhe. Man unterscheidet Wettkampfhandschuhe, Sparringhandschuhe und Schlaghandschuhe. Zur Stärkung des Handgelenks sind die Boxhandschuhe mit einer kurzen, steifen Stulpe versehen. Beim Training trägt man funktionale Sportbekleidung während die Boxer bei einem Wettkampf oberkörperfrei gegeneinander antreten. Festes Schuhwerk, meisten flache Schnürstiefeletten sorgen für den richtigen Halt und einen festen Stand.

 

 

 

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