Bogenschießen-Sport mit Pfeil und Bogen

Ausrüstungsgegenstände eines Sportschützen

Welche Bogenarten unterscheidet man?

Die Essenz des Bogen Sportes ist natürlich ein geeigneter Bogen. Wie aus den Geschichtsbüchern bekannt, zählen Pfeil und Bogen zu den ältesten Waffen der Menschheit. Vor Erfindung der automatische Mehrschusspistolen entschied man Schlachten noch durch gezieltes Abschießen des Gegners. Aus einer Kriegswaffe wurde ein Sportgerät mit welchen man heute olympische Disziplinen bestreitet. Es soll eine Einführung in die verschiedenen Bogenarten gegeben werden. Angefangen vom primitiven zweckmäßigen Gerät, bis hin zum gängigen Sportmodell.

Der Langbogen

Mit diesem Modell befinden wir uns im Ursprung der Bauweisen. In Fachkreisen nennt man den Langbogen Primitiv oder Selfbow Bogen. Alle heute verbreiteten Bögen haben sich aus diesem entwickelt. Langbögen besitzen keine Zielhilfen und eignen sich daher nicht für das Bogenschießen. Gezielt wird nach instinktiv. Fertigungsmaterial sind Fiberglas und Karbon Faser. Für den Schuss nutzt man Holzpfeile. Bastler, die einen Bogen selber bauen wollen haben mit dem Langbogen ein geeignetes Einsteigermodell gefunden.

Der Reiterbogen folgt sogleichKonzentration im Bogensport

Wie der Name schon verrät ist dieser Bogen hauptsächlich zu Pferde genutzt worden. Er ist viel kleiner und handlicher als andere Bogentypen und kann somit einfacher aus der Bewegung heraus verwendet werden. In der Form ergibt sich eine Art Sichel. Fertigungsmaterialien waren hauptsächlich Holz und Horn

Der traditioneller Recurvebogen

Recurvebogen, oder auch Jagdbogen genannt wurden nach Beispiel des asiatischen Bogens gebaut. Der Recurvebogen besteht meist aus drei Teilen. Der Fachmann nennt es Take down Bauweise. Auch an diesem Gerät befinden sich keinerlei Zielhilfen, die das Fokussieren eines Objektes vereinfachen. Geschossen wird mit Holzpfeilen oder Aluminium Modellen.

Der Bare Bore beschreibt einen Blankbogen

Blankbögen sind den Recurvebögen zugehörig. Zum Führen dieses Bogens ist Erfahrung und über Jahre geschulte Technik. Das Treffen eines Zielobjektes geschieht im Bogensport ganz ohne Stabilisatoren oder Hilfen andere Art. Orientierungspunkt kann der Pfeil sein oder es wird nach Gefühl geschossen. Wer doch sich doch eine kleine Zielhilfe schaffen möchte, der nutzt das Stringwalking. Dies bedeutet im Einzelnen, dass man abhängig von der Zielentfernung weiter unterhalb des Nockpunktes nach der Sehen greift. Es werden Pfeile aus Carbon oder Alu zum schießen verwendet.

Olympischer Recurve Bogen

Dieser Bogen ist für das olympische Bogenschießen zugelassen. Daher rührt auch sein Name. Entgegen den zuvor vorgestellten Modellen, gehört ein Visier und Stabilisatoren zur Grundausstattung. In der Konstruktion dieser Bogenart ist es Ziel eine effiziente Energiegewinnung zu realisieren. Umgesetzt wird dieses Ziel durch die gebogenen Wurfarme, Recurves genannt, die mehr Energie speichern und einen höheren Wirkungsgrad als Langbögen erzielen. Die Recurve Wurfarme sind hergestellt aus Holz, Karbon und Fiberglas. Der Mittelteil ist bestehend aus einer Leichtmetall Legierung, die gegossen oder gefräst sind. Geeignete Pfeile für den Olympischen Recurve Bogen sind entweder kombinierte Alu-Carbonpfeile oder nur jeweils die Einzelkomponenten.

Der Compoundbogen

Dies ist der Spätentwickler unter den Bögen im Bogenschießen. Der Compoundbogen wurde erst am Ende der 60er in den USA erfunden. Grundlage dieses Bogenprinzipes ist der Flaschenzug. Dies weil an den Enden des Bogens Rollen angebracht sind. Betitelt werden diese Rollen mit Cams und Exenter. Während des Auszuges des Compoundbogens wickelt sich nun ein Stahlseil, bzw. die Sehne selbst um den Excenter. Wie bei einem Flaschenzug wird dadurch ein Teil der Zugkraft bewirkt. Nach diesem Prinzip nimmt der beim Auszug benötigte Kraftaufwand kontinuierlich zu, bis ein Hochpunkt erreicht wurde und ab diesem, dass Zuggewicht wieder schlagartig abnimmt. Vorteil für den Schützen ist, das er nur einen Bruchteil des Zuggewichtes stemmen muss. Vorteil ist, das das Halten des Bogens wesentlich einfacher wird und man sein Zielobjekt besser fixieren kann. Materialverarbeitung ist an den Wurfarmen Karbon und im Mittelstück wurde der Compoundbogen aus Leichtmetall gefertigt. Bei diesem Bogen hat man einen deutlich höheren Ausstattungskomfort. Am Visier befindet sich eine Wasserwaage, es ist ein Vergrößerungsglas, Scope angebracht und man darf sich eines Sehnengucklock dem Peep Sight bedienen. Durch ein Release wir der Schuss ausgelöst. Um während des Schusses nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen, helfen Stabilisatoren um den festen Stand zu wahren. Die gebräuchlichsten Pfeile sind Alu, Carbonpfeile oder eine Kombination aus diesen.

LangbogenReiterbogenRecurvebogen traditionellBlankbogen

Lesen Sie weiter, welche Ausstattung man für den Anfänger empfiehlt

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